DFG bewilligt die Verlängerung des SFB 1244


DFG bewilligt die Verlängerung des SFB 1244

Mit großer Freude dürfen wir bekannt geben, dass die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) am 26. November 2020 die Verlängerung des Sonderforschungsbereichs (SFB) 1244 »Adaptive Hüllen und Strukturen für die gebaute Umwelt von morgen« der Universität Stuttgart bewilligt hat. Der SFB 1244 wird in den kommenden vier Jahren weitere Möglichkeiten aufzeigen, wie mit Hilfe adaptiver Architektur mehr Wohnraum mit weniger Material emissionsfrei geschaffen werden kann.
(Bild: Stefanie Weidner, ILEK)

In der zweiten Förderperiode geht die Sprecherschaft von Prof. Werner Sobek (Institut für Leichtbau Entwerfen und Konstruieren) auf Prof. Oliver Sawodny (Institut für Systemdynamik) über. Professor Oliver Sawodny betont: »Wir konnten in der ersten Förderperiode beweisen, dass unsere Arbeitshypothese stimmt: mit Hilfe adaptiver Hüllen und Strukturen können wir eine drastische Einsparung von Müll, Ressourcen und Emissionen für das Bauwesen leisten. Die Verlängerung des Projektes unterstreicht die Anerkennung der globalgesellschaftlichen Bedeutung unserer Arbeit.«

Bauen als Herausforderung und Chance
Das Bauschaffen steht derzeit für mehr als 50 % des weltweiten Ressourcenverbrauchs, so führt das derzeitige Bauvolumen von mehr als 1.000 Tonnen pro Sekunde in immer mehr Ländern zu Engpässen in der Materialversorgung – ein bekanntes Beispiel hierfür ist die Verknappung von Sand, der zur Betonherstellung benötigt wird. Zudem steht das Bauwesen für nahezu 40 % der klimaschädlichen Emissionen, allein die Herstellung von Beton verursacht nahezu das Dreifache an Treibhausgasemissionen wie die globale Luftfahrt.

Angesichts einer wachsenden Weltbevölkerung, wird der Bedarf nach Wohnraum in den kommenden Jahren weiterhin ansteigen, sodass sich aus dem Bauwesen selbst die drängendsten ökologischen und gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit speisen.

Der SFB 1244 konnte in den vergangenen vier Jahren konkret aufzeigen, dass mit Hilfe adaptiver Elemente erhebliche Mengen an Baustoffen sowie der damit verbundenen grauen Energie und den grauen Emissionen eingespart werden können. Solche Elemente ermöglichen es, die strukturellen und die bauphysikalischen Eigenschaften von Materialien und Bauteilen gezielt so zu verändern, dass diese sich immer optimal an unterschiedliche Belastungen anpassen. Dadurch können tragende Strukturen mit weniger Material- und Energieeinsatz hergestellt werden.

 

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